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Ein Gedanke kommt niemals allein - er hat immer ein Gefühl im Schlepptau.

Vor allem in den Stresssituationen eines Matches spielt der Umgang mit diesen Gefühlen einen entscheidenden Faktor. Denn die Emotionen können uns nur allzu leicht der Konzentration berauben, da sie die Eigenschaft haben, in uns Gedankenmuster hervorzurufen, die uns entweder in Zukunft oder Vergangenheit abschweifen lassen. Genau dieses Abschweifen der Gedanken ist Gift für die Konzentration. Dieses Abschweifen kann man auch als das "Was wäre wenn? - Spiel" des Verstandes bezeichnen. Dieses unsinnige Gedankenspiel verwickelt uns dann nur allzu leicht in belastende Selbstgespräche, die dann wie folgt aussehen können: "Wenn ich den Punkt nicht mache, dann habe ich 2 Breakbälle gegen mich!", "Meine Rückhand ist mal wieder viel zu unsicher!"; "Ich habe einfach immer Pech!"; "Ich wusste schon beim Aufstehen, dass das nicht mein Tag ist!"; "Ich spiel einfach mies!" etc.

Insofern gerät man durch diese negativen Abweichungen noch weiter weg von der Konzentration, und immer näher in Richtung Verliererstraße. Denn diese abschweifenden Gedankenmuster, die wie eine Gewohnheit immer in gleicher oder ähnlicher Form auftauchen, erzeugen in aller Regel Frust, Angst, Resignation und Enttäuschung - nicht gerade gute Partner wenn es darum geht sein Topform zu erreichen. Ergo stellt sich die Frage, wie man diesem negativen Prozess beikommen kann?

1. negative Gedanken anerkennen
Kein Mensch bleibt verschont, mit negativen und destruktiven Gedanken konfrontiert zu werden. Es steht jedoch jedem frei, wie er darauf regiert. Keine Macht kann Sie zu Frust und Ärger zwingen, oder?! Ergo akzeptieren Sie, das der Gedanke auftaucht, schenken ihm aber keine Beachtung. Seien Sie "Herr über Ihre Reaktion!". Machen Sie sich klar, dass es nur negativ sein kann, wenn sie dem Gedanken Beachtung schenken.

2. negativen Gedanken ersetzen
Legen Sie für sich einen festen Gedanken fest, den Sie immer unmittelbar beim Auftauchen von Frust- und Unmutsgedanken entgegensetzen. "Ich bin ganz ruhig und gelassen!" bietet sich an.

3. Atmen Sie tief aus
Atmen sie gleichzeitig lang und tief aus. Achten sie darauf, dass Ihre Schultern und Ihr Nacken locker bleiben. Bleiben Sie innerlich ruhig und gelassen.

4. Trainieren Sie dies systematisch
Genau wie das technische und das körperliche Training, benötigen auch mentale Techniken Training. Je gezielter und öfter Sie dies im Trainingsmatchen wiederholen, desto zuverlässiger werden Sie ihre Gedanken im Match unter Kontrolle bringen. Ein Sprichwort sagt: "Nur ein Narr ist der Sklave seiner Gedanken!".

Ein entscheidender Schlüssel, der zur Erreichung des "Idealen Leistungszustand" (ILZ) beiträgt, ist die Kontrolle des sogenannten "Inneren Dialogs". Der menschliche Geist besteht aus 2 Ebenen: Der des Bewusstseins und der des Unterbewusstseins. Beide müssen "kontrolliert" werden. Wenn sie sich genau unter diesem Aspekt einmal die im Match permanent vorhandenen Inhalte Ihres "Inneren Dialogs" ansehen, dann werden sie in aller Regel feststellen, dass negative Dialogsinhalte in Form von Ungeduld, überzogener Selbstkritik, Überheblichkeit etc. die positiven wie Vertrauen, Respekt, Verständnis und Geduld bei weitem überwiegen. Und wenn Sie sich jetzt zurückerinnern, wie Ihr geistig-emotionaler Zustand im "Idealen Leistungszustand" ist, dann werden Sie schnell erkennen müssen, dass eine große Diskrepanz zwischen dem Ist- und dem Soll- Zustand ist. Es gilt also zu erkennen, dass ohne die Kontrolle des "Inneren Dialogs" keine Höchstleistungen möglich sind. Mit Wut, Frust, Ärger, Versagensangst oder Resignation - verbalisiert im "Inneren Dialog" - sind noch auf keinem Gebiet Höchstleistungen erzielt worden, oder? Insofern liegt genau hier der Schlüssel zum mentalen Erfolg! Mit anderen Worten: Erst die Kontrolle des "Inneren Dialogs" bringt Sie auf die Straße zu Ihrem Idealen Leistungszustand.

Praxis-Tipps

1. "Nervosität anerkennen"
Nervosität in Form von Lampenfieber sowohl vor, als auch während des Matches, sind völlig normal. Ein gewisses Maß an Nervosität ist sogar nötig für Höchstleistungen. Wenn Ihre "Innere Stimme" Ihnen also Gedanken ins Bewusstsein schickt wie "Meine Beine sind so schwer - ich kann kaum laufen!", oder "Wenn ich das gegen den verliere, dann mache ich mich lächerlich!", so erkennen Sie diese Gedanken an, und verhindern Sie diese nicht noch zu verstärken, indem Sie sich hineinsteigern und sich total von diesen meist immer wiederkehrenden Denkmustern kontrollieren lassen. Sagen Sie sich "Ich bleibe ruhig und gelassen. Ich gebe mein Bestes. Ich nehme diese Herausforderung an. Genau im Umgang mit dieser Situation kann ich mich weiterentwickeln. Auf geht's!"

2. "Sich loben!"
Loben Sie sich, wenn Sie einen guten Punkt gemacht haben. Nichts motiviert mehr als Erfolg, doch leider tut man es meist als selbstverständlich ab, wenn man einen Winner geschlagen, oder einen Stop erlaufen hat. Gewöhnen Sie sich an sich mit Ihrer "Inneren Stimme" zu loben, z.B. mit einem kurzem "Gut gemacht!".

3. "Nicht ärgern!"
Begegnen Sie aufsteigenden negativen Kommentaren mit einem Schlüsselwort, das Sie sich für genau diese Situation immer zurecht legen. Sagen Sie sich z.B. "Ruhe bewahren", auch wenn Sie gerade eine große Chance für einen Breakball leichtfertig vergeben haben. Vergegenwärtigen sie sich, dass mit Negativität nur negative Ergebnisse erreicht werden können.

(Quelle: Markus Hornig, Champions Coach)

   
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